Der Grundkurs Darstellendes Spiel der Q2 von Herrn Gengnagel führt am 02.07.2024 „Woyzeck: Next Level“ auf. Der Kurs  hat sich ein Jahr lang mit dem Woyzeck-Stoff beschäftigt: mit herkömmlichen szenischen Arbeitsweisen und mit verschiedenen performativen Strategien konnte der Kurs sich ganz unterschiedliche Sichtweisen auf den Klassiker eröffnen. Zudem wurde zusätzlich dokumentarisches Material rund um die historische Figur des Johann Christian Woyzeck und eine zeitgemäßen Version des Klassikers „Woyzeck“ von Asin Andkohiy „Woyzeck in Jugendsprache“ als Textgrundlagen verwendet.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstleistungskurs von Frau Ströter entstanden sehr ausdrucksstarke Plakate. Im Abiturerlass ist für den Kunstunterricht das Thema „Bildsprache und Typografie“ vorgegeben. Dort ist die Entwicklung eines Layouts, insbesondere die Gestaltung eines Plakats gefordert. Dabei sollen grundlegende Ausdrucksmittel des Grafikdesigns verwendet werden. Der praktische Bezug zum Theaterprojekt war hier sehr hilfreich und fruchtbar.

Plakate vom Kunst-Leistungskurs der Q2 von Frau Ströter

Schülerinnen und Schüler im Museum vor einem Bild

Am 25.09.2026 besuchte die Q‑Phase Q1 des Kunstkurses unter der Leitung von Dr. Angelika Wyka‑Podkówka das renommierte Städelmuseum Frankfurt am Main. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, bedeutende Werke der Kunstgeschichte direkt vor Ort zu analysieren und ihre theoretischen Kenntnisse durch unmittelbare Anschauung zu vertiefen.

Im Zentrum standen drei Künstler, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Tischbein, Picasso und Beckmann. Besonders eindrucksvoll war die Auseinandersetzung mit Tischbeins ikonischem Werk „Goethe in der Campagna‘‘. Die Schülerinnen und Schüler analysierten die Komposition, die idealisierte Landschaft und die symbolische Bedeutung der antiken Ruinen. Das Werk bot einen hervorragenden Anlass, über die Verbindung von Klassizismus, Bildungsreise und Selbstinszenierung nachzudenken.

Die Werke Picassos eröffneten einen spannenden Kontrast: Seine radikale Formauflösung und der Bruch mit traditionellen Perspektiven forderten die Schülerinnen und Schüler heraus, Sehgewohnheiten neu zu denken. Max Beckmanns kraftvolle, oft existenziell geprägte Bilder zeigten schließlich, wie stark Kunst gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Erfahrungen spiegeln kann.

Die Exkursion war nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch ein lebendiges gemeinsames Erlebnis. Sie machte deutlich, wie wertvoll der direkte Kontakt mit Kunstwerken für das Verständnis ihrer Wirkung und Bedeutung ist.