Die Tragikomödie Turandot wurde von dem Venezianer Carlo Gozzi verfasst. Die Hauptfigur Turandot ist die Tochter des Kaisers von
China. Sie will nur den Prinzen heiraten, der drei von ihr erfundene Rätsel lösen kann. Versagt er, wird er geköpft.
Die Köpfe etlicher Prinzen sind im Publikum aufgespießt…

Die Inszenierung des DS-Kurses der Q4 der Toni-Sender-Oberstufe ist inspiriert von Peter Brooks Werk „Der leere Raum“, dessen Theaterkonzept eine Synthese von Bertolt Brechts „Epischem Theater“, Antonin Artauds „Theater der Grausamkeit“ sowie Jerzy Grotowskis „Armem Theater“ ist. Dementsprechend  versuchen wir, die gleiche Handlung innerhalb einer Szene in einer „derben“ sowie einer „heiligen“ Version darzustellen (Brook) bzw. zu „doppeln“ (Artaud), wobei die Übersetzung der Zeichensysteme
ihre eigene Dynamik hat…

Schülerinnen und Schüler im Museum vor einem Bild

Am 25.09.2026 besuchte die Q‑Phase Q1 des Kunstkurses unter der Leitung von Dr. Angelika Wyka‑Podkówka das renommierte Städelmuseum Frankfurt am Main. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, bedeutende Werke der Kunstgeschichte direkt vor Ort zu analysieren und ihre theoretischen Kenntnisse durch unmittelbare Anschauung zu vertiefen.

Im Zentrum standen drei Künstler, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Tischbein, Picasso und Beckmann. Besonders eindrucksvoll war die Auseinandersetzung mit Tischbeins ikonischem Werk „Goethe in der Campagna‘‘. Die Schülerinnen und Schüler analysierten die Komposition, die idealisierte Landschaft und die symbolische Bedeutung der antiken Ruinen. Das Werk bot einen hervorragenden Anlass, über die Verbindung von Klassizismus, Bildungsreise und Selbstinszenierung nachzudenken.

Die Werke Picassos eröffneten einen spannenden Kontrast: Seine radikale Formauflösung und der Bruch mit traditionellen Perspektiven forderten die Schülerinnen und Schüler heraus, Sehgewohnheiten neu zu denken. Max Beckmanns kraftvolle, oft existenziell geprägte Bilder zeigten schließlich, wie stark Kunst gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Erfahrungen spiegeln kann.

Die Exkursion war nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch ein lebendiges gemeinsames Erlebnis. Sie machte deutlich, wie wertvoll der direkte Kontakt mit Kunstwerken für das Verständnis ihrer Wirkung und Bedeutung ist.