Theater – Ausstellung – Klanginstallation der TONI-SENDER-OBERSTUFE

Premiere: 26. Juni 25

HeimaRt – Eine Spurensuche
Theater – Ausstellung – Klanginstallation

Was bedeutet Heimat? Ein Ort, ein Gefühl, ein Geräusch, eine Erinnerung – oder vielleicht etwas ganz anderes? Mit dieser ebenso persönlichen wie gesellschaftlich relevanten Frage setzen sich fünf Klassen der Toni-Sender-Oberstufe auf künstlerische Weise auseinander. In einem interdisziplinären Schulprojekt haben sich drei Darstellendes-Spiel-Kurse, eine Kunst- und eine Musikklasse auf die Suche begeben – nach Spuren, Geschichten, Klängen und Bildern von Heimat. Entstanden ist eine vielfältige Präsentation, die unterschiedliche Perspektiven vereint:

Szenische Collagen und Theaterinszenierungen lassen innere Bilder lebendig werden – mit humorvollen, poetischen und kritischen Momenten, inspiriert von Erinnerungen, Bewegung und Sprache. Ob biografisches Theater oder groteske Groteske: Die DS-Kurse erzählen von Kindheit und Zugehörigkeit, von Fremdheit und Nähe, von Identität und der Frage, wie wir unser Zuhause definieren.

Eine Ausstellung der Kunstklasse zeigt fotografische Momentaufnahmen auf dem Weg zwischen Zuhause und Schule – Alltagsszenen, Skyline-Ansichten, Sonnenuntergänge. So entsteht ein visueller Eindruck davon, was die Schüler:innen mit Frankfurt und ihrer Lebenswelt verbinden.

Eine akustische Installation der Musikklasse macht Heimat hörbar: mit Klängen, Rhythmen, Sprachfragmenten und musikalisch bearbeiteten O-Tönen aus verschiedenen Herkunftsländern – sowie aus dem Hier und Jetzt. Die Besucher:innen erwartet eine klangliche Reise durch Kulturen, Sprachen und Lebensrealitäten, die schließlich in einem gemeinsamen „Hier“ zusammenfließt.

Ob auf der Bühne, in Bild oder Klang – jede Klasse bringt ihre eigene Sichtweise ein und macht erfahrbar, wie vielfältig der Begriff Heimat sein kann. Entstanden ist ein gemeinsames Projekt voller persönlicher Geschichten, künstlerischer Neugier und gelebter Vielfalt.

Schülerinnen und Schüler im Museum vor einem Bild

Am 25.09.2026 besuchte die Q‑Phase Q1 des Kunstkurses unter der Leitung von Dr. Angelika Wyka‑Podkówka das renommierte Städelmuseum Frankfurt am Main. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, bedeutende Werke der Kunstgeschichte direkt vor Ort zu analysieren und ihre theoretischen Kenntnisse durch unmittelbare Anschauung zu vertiefen.

Im Zentrum standen drei Künstler, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Tischbein, Picasso und Beckmann. Besonders eindrucksvoll war die Auseinandersetzung mit Tischbeins ikonischem Werk „Goethe in der Campagna‘‘. Die Schülerinnen und Schüler analysierten die Komposition, die idealisierte Landschaft und die symbolische Bedeutung der antiken Ruinen. Das Werk bot einen hervorragenden Anlass, über die Verbindung von Klassizismus, Bildungsreise und Selbstinszenierung nachzudenken.

Die Werke Picassos eröffneten einen spannenden Kontrast: Seine radikale Formauflösung und der Bruch mit traditionellen Perspektiven forderten die Schülerinnen und Schüler heraus, Sehgewohnheiten neu zu denken. Max Beckmanns kraftvolle, oft existenziell geprägte Bilder zeigten schließlich, wie stark Kunst gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Erfahrungen spiegeln kann.

Die Exkursion war nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch ein lebendiges gemeinsames Erlebnis. Sie machte deutlich, wie wertvoll der direkte Kontakt mit Kunstwerken für das Verständnis ihrer Wirkung und Bedeutung ist.