In den zwei Kursen Evangelische Religion der E-Phase ging es um „Deutungen der Wirklichkeit und die Bibel“. Am 1. Juli gab es einen gemeinsamen Unterricht der Fächer Evangelische Religion (Herr Dr. Dam) und Ethik (Frau Loeffelholz) geben.

Die vier Kursgruppen der E-Phase wurden geteilt und jeweils die Hälfte nahm am Unterricht des anderen Kurses teil. In allen vier Unterrichtsstunden wurden die gleichen Inhalte unterrichtet: Was ist „heilig“? Was macht Texte heilig? Warum gibt es Heilige Bücher? Bibel und Koran – kann man diese vergleichen?

Die beiden Lehrkräfte hatten schon in der letzten Unterrichtsstunde vor den Weihnachtsferien auf diese Weise unterrichtet. Hier ging es um die Begegnung von christlichen, muslimischen und konfessionslosen Schülerinnen und Schülern. Thema war: „Was ist für uns eine gelungene Weihnachtszeit?“ Auf diese Weise tragen die Fächer Religion und Ethik zum wichtigen Bildungsziel „Pluralitätsfähigkeit“ bei.

Schülerinnen und Schüler im Museum vor einem Bild

Am 25.09.2026 besuchte die Q‑Phase Q1 des Kunstkurses unter der Leitung von Dr. Angelika Wyka‑Podkówka das renommierte Städelmuseum Frankfurt am Main. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, bedeutende Werke der Kunstgeschichte direkt vor Ort zu analysieren und ihre theoretischen Kenntnisse durch unmittelbare Anschauung zu vertiefen.

Im Zentrum standen drei Künstler, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Tischbein, Picasso und Beckmann. Besonders eindrucksvoll war die Auseinandersetzung mit Tischbeins ikonischem Werk „Goethe in der Campagna‘‘. Die Schülerinnen und Schüler analysierten die Komposition, die idealisierte Landschaft und die symbolische Bedeutung der antiken Ruinen. Das Werk bot einen hervorragenden Anlass, über die Verbindung von Klassizismus, Bildungsreise und Selbstinszenierung nachzudenken.

Die Werke Picassos eröffneten einen spannenden Kontrast: Seine radikale Formauflösung und der Bruch mit traditionellen Perspektiven forderten die Schülerinnen und Schüler heraus, Sehgewohnheiten neu zu denken. Max Beckmanns kraftvolle, oft existenziell geprägte Bilder zeigten schließlich, wie stark Kunst gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Erfahrungen spiegeln kann.

Die Exkursion war nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch ein lebendiges gemeinsames Erlebnis. Sie machte deutlich, wie wertvoll der direkte Kontakt mit Kunstwerken für das Verständnis ihrer Wirkung und Bedeutung ist.